Geschichte

1928 Gründung

Im Buch «Geschichte der Gemeinde Mollis» aus dem Jahre 1954 steht über die Entstehung der Musikgesellschaft Mollis der eine Satz: «1884 bildete sich die Musikgesellschaft Näfels-Mollis, von der sich 1928 die Musikgesellschaft Mollis abtrennte.» Dies entspricht jedoch nicht vollends den Tatsachen. Im Jahre 1927 fanden sich ein paar musikbegeisterte, meist junge Männer, zum gemeinsamen Spiel. Im Sommer übten sie auf den Strassen ausserhalb des Dorfes Marschmusik, wobei stets eine Schar Kinder mitzog. Wintersüber diente ihnen die gute Stube von Hans Häfele als Probelokal. Er und sein Kollege Jakob Schneider stammten beide aus dem Zürcher Unterland. Sie konnten nicht begreifen, dass ein so stattliches Dorf nicht über eine eigene Blasmusik verfügte. In Mollis gab es zu jener Zeit ein Orchester, in welchem einige Bläser der sogenannten «Häfelemusik» mitspielten, und die Harmoniemusik Näfels-Mollis gab den Mollisern zweimal jährlich ein Abendständchen. Als sich der Probenbetrieb der «Häfelemusik» erheblich steigerte, traten die Bläser aus dem Orchester aus, was bei den Streichern begreiflicherweise nicht eitle Freude auslöste.

Zur Gründungsversammlung vom 19. Februar 1923 trafen sich im Hotel Löwen folgende 14 Musikanten zusammen: Jakob Schuler, Präsident; Hans Häfele, Vizepräsident; Rudolf Zwicky, Aktuar; Jakob Tinner, Kassier; Georg Schiesser, Beisitzer; Jakob Schneider; Adam Hefti; Heinrich Romer; Fritz Strähle; Fritz Küng; Fritz Zwicky; Hans Schiesser; Kaspar Pfeiffer sen. und Guido Padovan.

In der Vereinskasse herrschte begreiflicherweise meist Ebbe denn die Gemeindesubvention betrug nur 100 Franken jährlich. Man spielte teils auf gemieteten, teils auf geliehenen Instrumenten. Einzelne Musikanten lieferten ihren ohnehin schon kargen Zahltag nicht zuhause ab, sondern kauften kurzerhand einen B-Bass. Der Jahresbeitrag der Mitglieder betrug 6 Franken. Dem Dirigenten wurde 1931 ein Jahresgehalt von 300 Franken bezahlt.

Der Ausbildung von Jungmusikanten schenkte man schon damals ein grosses Augenmerk, und bereits ein Jahr nach ihrer Gründung besuchte die Musikgesellschaft Mollis mit 22 Mann den Kantonalen Musiktag in Oberurnen. Im selben Jahr erfolgte auch der Beitritt zum Kantonalmusikverband. 1934 konkurrierte die Musikgesellschaft Mollis am St. Galler Kantonalmusikfest erstmals an einem Wettbewerb. In der 4. Kategorie erspielte der junge Verein den grünen Lorbeerkranz.

1936 Erste Uniform

Als die Musikanten am St. Galler Kantonalmusikfest die Uniformen der anderen Vereine sahen, kamen sie sich in ihren hohen Landjägermützen und ihrem Polohemd richtig schäbig vor. Der Gedanke nach einer Uniform reifte heran und es wurde dafür im Dorf fleissig Geld gesammelt. An Pfingsten 1936 wurde die erste Uniform anlässlich einer Frühmusik in aller Stille eingeweiht. Die feldgraue Uniform mit hoher Mütze hatte 130 Franken pro Stück gekostet. Da im Uniformenfonds nur 2000 Franken zur Verfügung waren, hatte ein Musikfreund das fehlende Geld geliehen.

Im Jahre 1938 erspielte sich die Musikgesellschaft Mollis am Luzerner Kantonalmusikfest in Willisau erstmals einen Goldlorbeerkranz. In dieser Zeit bereiteten unseren Musikanten nicht nur Arbeitslosigkeit und Nationalsozialismus ungeheure Schwierigkeiten, lebte man doch in ständiger Fehde mit der Musikgesellschaft Näfels-Mollis, die mit allen Mitteln am Doppelnamenfesthalten wollte. Unschön war auch, dass sie meist während den Proben unserer Musikgesellschaft vor dem Schulhaus ihre Abendständchen gab und weiterhin einen Beitrag der Gemeinde Mollis kassierte. Auch mit dem Kantonalverband galt es einige harte «Sträusse» auszufechten, denn jedes Auftreten in einer Ausgemeinde galt als Verstoss gegen die damaligen Spielregeln, und der Kantonalvorstand erwog, die Musikgesellschaft Mollis mit 100 Franken zu büssen, weil sie einst in Glarus einen Gönner mit einem Ständchen beehrte.

Im Jahre 1939 fand in Glarus das 1. Kantonalmusikfest statt, worauf sich zum Gold von Willisau ein Goldlorbeerkranz aus Glarus gesellte. Während der Aktivdienstzeit mussten die Proben infolge Musikantenmangel oftmals ausfallen. Endlich konnte im Jahre 1943 der lange andauernde Streit mit den Näfelsern beigelegt werden, denn diese erklärten sich bereit, inskünftig den Namen «Mollis» in der Fahne wegzulassen. Die Musikgesellschaft Mollis hatte sich jedoch an den Kosten der Änderung mit 175 Franken zu beteiligen.

1946 Erste Vereinsfahne

Die Kostenbeteiligung an der Änderung der Näfelser Fahne war sehr hart, besass zu diesem Zeitpunkt die Musikgesellschaft Mollis noch keine eigene Fahne. Als Ersatz diente eine Stange, geschmückt mit einer hölzernen Lyra und einem «Zigerstöckli». Im Dorf wurde Geld für eine Fahne gesammelt und 1946 konnte mit einem Volksfest im «Steinfeld» bei strahlendem Wetter die neue Fahne eingeweiht werden.

Erstmals trat der Verein im Jahre 1947 am 2. Kantonalmusikfest in Niederurnen in der 3. Stärkeklasse an und erspielte sich auf Anhieb einen Silberlorbeerkranz. Ebenfalls am 21. Eidgenössischen Musikfest in St. Gallen konnte der Verein in der 3. Kategorie einen Silberlorbeerkranz erspielen. Wegen eines Rechnungsfehlers entging der grosse Triumph, mit einem Goldlorbeerkranz heimzukehren, denn 10 Wochen nach dem Fest konnte der Silberlorbeerkranz gegen einen Goldlorbeerkranz ausgetauscht werden.

1955 Zweite Uniform

Bei strömenden Regen durfte unser Verein im Beisein von 4 kantonalen und 3 ausserkantonalen Musikvereinen auf dem Steinackerplatz ihre 2. Uniform einweihen. Es war eine blaue Uniform mit vergoldeten Knöpfen, Schnüren und dem Molliserstern. Die Uniform kostete rund 400 Franken pro Stück. Wegen des schlechten Wetters schloss das Fest mit einem Defizit von 80 Franken ab, dafür ergab die Uniformensammlung einen Überschuss von 700 Franken. Zwei Dutzend alte Uniformen konnten zum Stückpreis von 28 Franken an einen Kleiderhändler verkauft werden.

Vom Eidgenössischen Musikfest in Zürich kehrte der Verein 1957 wiederum goldgeschmückt heim, ebenso 1961 vom 3. Kantonalmusikfest in Schwanden. Nach der Teilinstrumentierung im Jahre 1962 konnten 27 Musikanten auf neuen Instrumenten spielen, die für 12’000 Franken angeschafft wurden. Am Kantonalmusikfest 1968 in Niederurnen gelang es dem Verein, trotz der massiven Verjüngung in den letzten Jahren, dem Kampfgericht einen Goldlorbeerkranz abzuringen.

1963 Gründung der Jungmusik und erste Musikantinnen

An einem Freitagabend nach der Musikprobe sassen die jungen Musikanten im «Löwen» zusammen und diskutierten, ob sie nicht einmal in der Woche gemeinsam üben sollten. Sie einigten sich bereits am nächsten Tag einen Versuch zu wagen. Am Samstagnachmittag richteten sie im Hause der Familie Hefti an der Kerenzerbergstrasse ein Zimmer ein, das ihnen fortan als Übungslokal dienen sollte. Punkt 15 Uhr erklangen die ersten Töne. Gleichentags beschlossen sie, an der Fastnacht als Guggenmusik durchs Dorf zu ziehen. Aus der Guggenmusik wurde aber ziemlich flotte Marschmusik, sodass man ermuntert von verschiedenen Mollisern beschloss, als Jungmusik zusammenzubleiben und vermehrt im Dorf aufzutreten. Die anfängliche Besetzung war alles andere als gut, zählte man nur sechs Mitglieder, nämlich: Fritz Hefti, Bass; Jakob Kamm, Trompete; Peter Baumgartner, Tenorhorn; Heinrich Uhlmann, Klarinette; Kaspar Pfeiffer jun., Es-Horn und Fritz Kamm, Pauke.

Die Gründung der Jungmusik gab bei den Mitgliedern der Musikgesellschaft einiges zu reden, befürchteten doch einzelne Kollegen, dass es über kurz oder lang zu einer Spaltung des Vereins kommen könnte. So wurde eigens ein dieser Zeit angepasstes Jungmusikreglement geschaffen, welches in der Folge die Gemüter der Jungen erhitzte, dachten sie doch zu keiner Zeit daran, sich selbständig zu machen.

Mit der Zeit stiessen immer mehr Musikschüler dazu. Auch Mädchen wurden aufgenommen, die später die ersten Musikantinnen der Musikgesellschaft wurden. Fritz Hefti übernahm die musikalische Leitung. Dorfvereine und Bevölkerung fanden immer mehr Gefallen an den Darbietungen, und bald durften sie regelmässig an verschiedenen Vereinsanlässen auftreten. (Berggottesdienste, Mullernschiessen, Bauernkränzli und an den Unterhaltungsabenden der Musikgesellschaft.) Im Jahre 1974 erreichte die Jungmusik mit 23 Mitgliedern die höchste Mitgliederanzahl. Nach 15 Jahren übergab Fritz Hefti 1978 die musikalische Leitung der Jungmusik an Paolo Lehmann.

1974 Neuinstrumentierung

Im Februar 1972 fuhren die Musikantinnen und Musikanten nach Herisau, um einige ihrer Musikstücke auf «Band» aufzunehmen und eine Schallplatte herzustellen. Mit dem Verkaufserlös konnte der Grundstock für eine Neuinstrumentierung gelegt werden. Dies ermunterte den Verein nur zwei Jahre später, in der Tonhalle St. Gallen eine weitere Schallplatte und ein Tonbändchen aufzunehmen. Der Erlös ermöglichte es 1974, die Neuinstrumentierung zu verwirklichen, welche nahezu 50’000 Franken gekostet hatte.

1978 Durchführung des 5. Glarner Kantonalmusikfestes, verbunden mit dem 50-Jahr-Jubiläum und der Neuanschaffung der dritten Uniform

Nach der Neuinstrumentierung fasste der Verein ein neues grosses Ziel in die Augen, im Jahre 1978 das 5. Glarner Kantonalmusikfest in Mollis durchzuführen, verbunden mit dem 50-jährigen Jubiläum der Musikgesellschaft und der Neuanschaffung der 3. Uniform. Mit einem zweitägigen Bazar verbunden mit Kaffeestube und dem Jahreskonzert der Musikgesellschaft konnte im November 1976 ein ansehnlicher finanzieller Grundbeitrag für die neue Uniform zusammengebracht werden. Dank weiteren grosszügigen Spenden gelang es die Finanzierung der 3. Uniform (Zwei verschiedene blau mit weissen Verzierungen von der Firma Schild AG, Glarus) noch vor dem Jubiläumsfest sicherzustellen.

Der Grossanlass fand am 31. Juni, 1./2. Juli 1978 auf dem Festgelände an der Oberrütelistrasse statt (heute Metallbau Pfeiffer & Mühlethaler AG). Das Fest begann am Freitagabend mit einer glanzvollen Jubiläumsfeier und der Einweihung der 3. Uniform, mit anschliessender Unterhaltung und Tanz bis in die Morgenstunden. Am Samstagnachmittag begann das Kantonalmusikfest mit den Wettspielen der neun Glarner- und zehn ausserkantonalen Musikgesellschaften in der reformierten Kirche. Am Samstagabend ging ein grosser Unterhaltungsabend im Festzelt über die Bühne und am Sonntagmorgen wurden die Wettspiele fortgesetzt. Am Sonntagnachmittag fand auf der Oberrütelistrasse der Marschmusikwettbewerb statt, bevor anschliessend mit dem Festakt und der Rangverkündigung im Festzelt ein sehr schönes und erfolgreiches Musikfest zu Ende ging.

Nachdem der Verein bewiesen hatte, dass er mit dem Kantonalmusikfest erfolgreich Feste organisieren kann, wollte er auch das Gleiche musikalisch unter Beweis stellen. Und so nahm die Musikgesellschaft Mollis unter der Leitung von Fredy Peterhans 1979 mit Erfolg am Thurgauischen Kantonalmusikfest in Sirnachteil.

1984 Glarner Kantonalmusikfest Näfels

Am 6. Glarner Kantonalmusikfest 1984 in Näfels konkurrierte die Musikgesellschaft Mollis unter der Leitung von Fredy Peterhans mit sehr gutem Erfolg erstmals in der 2. Stärkeklasse. In der Marschmusik zeigte Mollis als einziger Verein erstmals ein Evolutionsprogramm, das bei den Zuschauern stürmischen Applaus auslöste, aber auch bei den Musikexperten gut ankam und uns dazu ermunterte, mit Evolutionen weiterzumachen.

1985 Neue Mehrzweckhalle in Mollis

Die Gemeinde Mollis hatte mit der alten Turnhalle eine denkbar schlechte Infrastruktur um Vereinsanlässe durchführen zu können. Dank dem Einsatz aller Dorfvereine hatten die Gemeindeversammlungen beschlossen, einen Neubau zu erstellen. Die Schulgemeinde finanzierte die (Turn-) Halle inkl. Nebenräume, die Ortsgemeinde die Zivilschutzanlage und der Bühnenanbau. 1985 konnte die neue Mehrzweckhalle eingeweiht werden. Der schöne Konzertsaal mit der guten Infrastruktur gab auch unserem Verein gute Möglichkeiten nebst den Jahreskonzerten neue Festaktivitäten darin durchzuführen. So hatte z. B. die Musikgesellschaft Mollis während rund 10 Jahren in der jeweils wunderbar dekorierten Halle ein Fastnachtsmaskenball durchgeführt.

1986 Eidgenössisches Musikfest Winterthur

Da zur damaligen Zeit kein einziges Mitglied je an einem «Eidgenössischen» teilgenommen hatte, beschloss der Verein 1986 am Eidgenössischen Musikfest in Winterthur teilzunehmen. In der 2. Stärkeklasse Harmonie erreichte der Verein unter der Leitung von Fredy Peterhans bei den Wettspielen mit 330 Punkten Rang 26 von 44 Vereinen und in der Marschmusik (ohne Evolutionen) mit 86 Punkten Rang 23 von 40 Vereinen.

1986 Regionale Jugendmusik

Bei der Nachwuchsförderung erwies es sich als erfolgreich, wenn die Musikschülerinnen und Musikschüler nach einer gewissen Ausbildungszeit in einer Jugendmusik mitspielen konnten, bevor sie in die Musikvereine integriert wurden. Um eine Jugendmusik zu betreiben braucht es eine gewisse Anzahl Jugendliche, eine ausgeglichene instrumentale Besetzung und eine gute Betreuung. Dies hatte die drei Musikvereine Näfels, Mollis und Oberurnen dazu bewogen, gemeinsam eine regionale Jugendmusik zu führen.

1987 Zweite Vereinsfahne

Am Wochenende vom 26./27./28. Juni 1987 fand auf dem Festgelände im Oberrüteli ein weiterer Grossanlass mit einer Internationalen Marschmusik-Show, einem nationalen Marschmusikwettbewerb mit 6 Glarner- und 4 ausserkantonalen Musikvereinen sowie der Einweihung der zweiten Vereinfahne statt.

Das Fest begann am Freitagabend mit der Fahnenweihe der Musikgesellschaft Mollis und anschliessendem Galakonzert mit den von Fernseh- und Radioauftritten bekannten Formationen, wie: Ländlerkapelle Oberalp, Arno und Carlo und die Nielson Brothers. Am Samstagnachmittag begeisterte die internationale Marschmusik-Show auf dem Flugplatz (Swissairplatz) mit der Musikkapelle Gross – St. Florian Österreich (53 Personen), der Polizeimusik Basel (65 Personen), dem Musikverein Ungenach Österreich (50 Personen) und der 84th US ARMY BAND (42 Personen) die Zuschauer und am Abend gaben die Musikkapelle Gross – St. Florian und die 84th US ARMY BAND ein Galakonzert zum Besten. Am Sonntag wurde das Fest mit einem Frühschoppenkonzert des Musikvereins Ungenach und einem nationalen Marschmusikwettbewerb auf der Oberrütelistrasse abgeschlossen.

1989 Teilnahme an den internationalen Musikfestspielen in Kolin

Höhepunkt im Jahre 1989 war die Teilnahme an den Internationalen Musikfestspielen in der Tschechoslowakei. Die mehrtägige Reise begann mit dem Flug nach Prag. Am Vortag fuhren bereits zwei Kollegen mit dem Bus mit sämtlichen Instrumenten nach Prag, was die ganze Reise für die Mitglieder viel bequemer machte. Nebst einer Stadtbesichtigung konzertierten wir auf dem Wenzelplatz und im Badekurort Podebradny vor viel Publikum. Höhepunkt bildeten dann die verschiedenen Auftritte inkl. Festumzug an den Internationalen Musikfestspielen in Kolin.

1990 Glarner Kantonalmusikfest in Glarus

Am 7. Glarner Kantonalmusikfest 1990 in Glarus konnte die Musikgesellschaft Mollis unter der Leitung von Fredy Peterhans erneut einen grossen musikalischen Erfolg feiern. In der 2. Stärkeklasse erreichte der Verein im Wettspiel mit 338 Punkten den 2. Rang und in der Marschmusik mit dem Spitzenresultat von 108,5 Punkten (max. 110 Punkte) den 1. Rang. Im Expertenbericht stand zu lesen: «Die Marschmusikdemonstration mit Evolutionen hinterliess einen imposanten und vortrefflichen Eindruck. Bravo!»

Ende 1990 trat Fredy Peterhans nach langjähriger, erfolgreicher Dirigententätigkeit zurück. Am Vorabend seines (vorläufig) letzten Jahreskonzertes wurde er mit einem grossen Abschiedsfest in der Mehrzweckhalle verabschiedet. Für seine grossen Verdienste wurde er zum Ehrendirigenten ernannt.

1994 Glarner Kantonalmusikfest Linthal

Am 8. Kantonalmusikfest 1994 in Linthal konkurrierte die Musikgesellschaft Mollis unter der Leitung von Werner Horber erstmals in der 1. Stärkeklasse. Die erreichte Punktzahl von 301,5 Punkten im Wettspiel entsprach nicht den erhofften Erwartungen. Nach der grossen Enttäuschung am Samstag raffte sich der Verein am Sonntag nochmals zusammen und erreichte in der Marschmusik mit Evolutionen mit tollen 106 Punkten den 1. Rang von 18 Vereinen.

1987–1997 Die Musikgesellschaft Mollis im Hoch und Tief

Ab 1985 steigerte sich die Musikgesellschaft Mollis zum Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte. Der Grossanlass (1987), die Reise nach Prag (1989), der musikalische Grosserfolg am Musikfest in Glarus (1990) sowie der Dirigentenwechsel mit einer zusätzlichen musikalischen Steigerung machten die Musikgesellschaft Mollis für gute Musikantinnen und Musikanten zunehmend attraktiver. So zählte der Verein in den Jahren 1990–1993 zwischen 57 bis 59 Aktivmitglieder.

An der HV 1995 trat Walter Steiner als langjähriger Präsident zurück. Als Dank für seine grosse Arbeit und die erfolgreiche Vereinsführung wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt. Das enttäuschende Abschneiden beim Musikfest in Linthal und die anschliessenden Vorbereitungen für das Jahreskonzert führten vereinsintern zu Diskussionen über die künftigen musikalischen Ziele des Vereins. Den einen war die Musikliteratur zu anspruchsvoll und den andern zu modern. Den einen war der Aufwand zu viel und den andern zu wenig. Die Gegensätze häuften sich und so trat Dirigent Werner Horber im Sommer 1996 zurück. Nach nur einjähriger Amtszeit trat auch der Präsident Peter Menzi zurück. Es liess sich kurzfristig weder einen neuen Dirigenten noch einen neuen Präsidenten finden. Die Zahl der Mitglieder reduzierte sich deutlich unter 50. In dieser schwierigen Lage übernahmen als Übergangslösung Ehrendirigent Fredy Peterhans und Ehrenpräsident Walter Steiner wieder die Vereinsleitung. Sie beide führten den Verein wieder in ruhigere Gewässer und so konnte mit Urs Bertschinger als Präsident und Regula Kasper als Dirigentin wieder eine neue Vereinsführung gefunden werden. Die Mitgliederzahl pendelte sich in der Folge wieder bei rund 45 Mitgliedernein.

1998 Vierte Uniform

Die 3. Uniform war nach 20 Jahren von Alterserscheinungen geplagt und Ersatzstoff war keiner mehr vorhanden. Deshalb beschloss der Verein eine neue Uniform anzuschaffen. Am 28. August 1998 wurde die vierte Uniform im Rahmen eines 3-tägigen Festes in der Mehrzweckhalle feierlich eingeweiht.

1999 Glarner Kantonalmusikfest in Netstal

Am 9. Glarner Kantonalmusikfest 1999 in Netstal konkurrierte die Musikgesellschaft Mollis unter der Leitung von Regula Kasper in der 2. Stärkeklasse. Mit 310 Punkten erreichte der Verein im Wettspiel den 4. Rang von 7 Vereinen und in der Marschmusik (ohne Evolutionen) mit 106 Punkten den 4. Rang von 18 Vereinen.

2005 Appenzeller Kantonalmusikfest in Speicher

Am Appenzeller Kantonalmusikfest 2005 in Speicher erreichte die Musikgesellschaft Mollis unter der Leitung von Benjamin Mühlemann in der 2. Stärkeklasse im Wettspiel mit 180,3 Punkten den 3. Rang und in der Marschmusik ohne Evolutionen mit 93 Punkten den 5. Rang.

2008 Aargauer Kantonalmusikfest in Bremgarten

Am Aargauer Kantonalmusikfest 2008 in Bremgarten erreichte die Musikgesellschaft Mollis unter der Leitung von Markus Rhyner in der Mittelstufe U-Musik mit 134,5 Punkten den 7. Rang von 10 Vereinen und in der Parademusik mit Evolutionen mit 113,5 Punkten den 3. Rang von 7 Vereinen.

2009 Glarner Kantonalmusikfest in Näfels

Am 10. Glarner Kantonalmusikfest 2009 in Näfels konkurrierte die Musikgesellschaft Mollis unter der Leitung von Matthis Kofmehl in der 2. Stärkeklasse. Mit 225 Punkten erspielte der Verein in der Kategorie Kurzkonzerte den 6. Rang und in der Parademusik mit 87,3 Punkten der 2. Rang von 29 Vereinen.

2011 Eidgenössisches Musikfest in St. Gallen

Im Juni 2011 nahm die Musikgesellschaft Mollis nach langen Jahren wieder einmal an einem Eidgenössischen Musikfest teil. Roland Von Arb dirigierte den Verein bei den Auftritten in der Olma-Messe St. Gallen.

2015 Glarner Kantonalmusikfest in Glarus

Am 11. Glarner Kantonalmusikfest 2015 in Glarus trat die Musikgesellschaft Mollis als Spielvereinigung zusammen mit der Harmoniemusik Netstal an. Geleitet wurde das Orchester von Melanie Hösli.

2019 Fünfte Uniform und «Mollissimo»

Gut 20 Jahre nach der letzmaligen Anschaffung einer neuen Uniform war es 2019 an der Zeit, eine neue Kleidung zu beschaffen. Der Verein entschied sich für einen schlichten Konzertanzug in Anthrazit mit blauer Krawatte. Eine eigentliche Einweihungsfeier wurde nicht veranstaltet, jedoch erlebte die neue Uniform ihre Feuertaufe im Rahmen von «Mollissimo» – der gemeinsamen Unterhaltungsshow der turnenden Vereine von Mollis und der Musikgesellschaft. Erstmals wurde die Molliser Turnerunterhaltung mit Livemusik kombiniert. Die drei ausverkauften Vorstellungen waren ein riesiger Erfolg.

2020 Glarner Musiktag in Elm und Lockdown

Für Juni 2020 wäre mit Dirigent Lorenz Stöckli die Teilnahme am ersten Glarner Musiktag in Elm geplant gewesen. Aufgrund der Pandemie wurden in diesem Jahr jedoch die allermeisten Kulturveranstaltungen abgesagt, auch das Musikfest. Aber auch der Probenbetrieb der Musikgesellschaft Mollis war ab März 2020 massiv eingeschränkt. Lediglich im Früh- und im Spätsommer konnten einige wenige Proben und Quartierständchen durchgeführt werden.